30 Mrz 2012
Besuch aus Bayern
Lange haben wir uns auf unseren Besuch gefreut. Jetzt ist unser Besuch 75 km südlich von uns und wir noch im Norden. Anhaltende starke Nordwinde (um 20 Knoten) und Evas blauer Zeh hindern uns, in Teneriffas Süden vorzustoßen. Deshalb besuchen wir Karin, Dieter und den kleinen Dominik mit dem Bus, um gemeinsam auch ein Auto für 2 Wochen zu leihen.
Schließlich versprechen die Vorhersagen für die immerhin 36 Seemeilen (8 Stunden segeln, wenn´s gut läuft) 12-14 Knoten, also angenehmen Segelwind. Natürlich hat sich Rasmus wieder etwas Feines für uns ausgedacht: zuerst ist zuwenig Wind, wir haben die Genua gesetzt und dazu den Jockel laufen, um einen Schnitt von 5 Knoten zu halten. Doch nach ein paar übellaunigen Wünschen kommt Wind – und mehr Wind – und noch mehr Wind – mit fast Sturmstärke (33 Knoten) kommen wir nach nur 7 Stunden in der Marina San Miguel an. Das Hafenmanöver ist dann bei so starkem Wind auch nicht ganz einfach. Doch schließlich sind wir fest und bedanken uns bei unserem französischen Nachbarn, der froh ist, dass wir seine Nussschale nicht versenkt haben!
Ab jetzt pendeln wir bequem zwischen dem Hotel unserer Freunde und der Marina, gemeinsam planschen wir im Hotelpool oder vergnügen uns am Strand. Es sind entspannte und ausgelassene Tage. Die Damen mit Dominik, der sich die Delfine und Orcas nicht entgehen lässt, fahren in den Loropark und erzählen uns anschließend von den tollen Shows. Derweilen die Herren in der Hauptstadt die An- und Ausblicke genießen.
Höhepunkt soll der Segelausflug werden, wir haben Wind und Wellen beobachtet – es ist der ideale Tag: Damenwind und fast keine Welle, da sollte Freude aufkommen bei den Landratten! Leichtmatrose Dominik wird als erster auf die Planken gestreckt. Dann geht´s auch der Mami nicht mehr so gut, schließlich müssen wir – auch wörtlich – abbrechen. Dieter wäre gern bis zum Horizont gesegelt und noch weiter – Freiheit spüren tut so gut! Viel zu früh sind wir wieder im Hafen. Segeltage sind anstrengende Tage, und so gibt es Brotzeit an Bord.
So verbinden uns viele Erlebnisse, Ausflüge und mancher Tropfen netzt unsere Kehlen zur angeregten Unterhaltung. Der Abschied fällt nicht allzu schwer, weil wir uns wiedersehen werden!
Schon 2 Tage später hat uns ein Segelfreund aus Belgien eingeladen, in seinem Leihwagen nach Los Cristianos mitzukommen. Er möchte uns die dortigen Shipchandler zeigen, mit von der Partie ist eine Holländerin, die seit über 20 Jahren auf ihrem Schiff auf Teneriffa lebt.
Bei einem Sundowner auf der Marinaterrasse mit tollem Blick auf das Wasser haben wir ein nettes Ehepaar (Wahlostfriesen) kennengelernt und spontan haben sie uns für morgen auf einen Ausflug eingeladen. Wir sind gespannt und freuen uns sehr. Überhaupt genießen wir auf unserer Fahrt die Begegnungen mit Menschen verschiedener Nationen und mit verschiedenen Hintergründen.
So vergehen die Tage, und bald kommt der nächste Besuch aus Bayern eingeschwebt, um mit uns La Gomera zu erkunden. Wir freuen uns sehr darauf!