HERZLICH WILLKOMMEN

Das Leben ist wie das Meer mit seinen Höhen und Tiefen, Stürmen und Flauten und der Ankunft im Hafen. Es ist das Einlassen auf das große Element Wasser, aus dem alles entstanden ist.

Unser Hintergrund dabei ist, die sicheren, eingegangenen Wege zu verlassen. Wasserlandschaften, Küsten, Inseln und ihre Bewohner kennenzulernen. Uns jeden Tag auf neue Abenteuer einzulassen. Auf die Zeichen des Wetters und der Umwelt zu achten, um in den Gegebenheiten bestehen zu können und damit Vertrauen zu finden in bereits verlorengeglaubte Fähigkeiten.

Wir würden uns freuen, wenn wir Euch mit dieser Seite trockenen Fusses durchs Wasser mitnehmen können. Viel Spaß beim Stöbern!

Eva & Florian

« Older Entries Newer Entries » RSS Feed abonnieren - Aktuelle Logbuch Einträge

8 Jun 2018

Quer durch Bayern

Geschrieben von eva (Erfurt, Deutschland)

Der Start ist geglückt – was anderes haben wir ja auch nicht erwartet 😉 Unsere erste Etappe führt uns, man staune, bis nach Straubing! Erst mal langsam angewöhnen, was das Camperleben betrifft. Auf der Donauinsel liegt der kleine, sehr sauber geführte städtische Campingplatz. Wir haben uns Straubing nicht so schön vorgestellt und sind ganz angetan von der langen Fußgängerzone und genießen es, immer wieder mal in einem schöne Café in der Sonne zu sitzen. Der Ausflug mit dem Rad entlang der Donau gestaltet sich anfangs etwas schwierig, weil wir auf der falschen Donauseite fahren, wo es keinen direkten Radweg gibt. Aber spätestens bei der Ankunft an der Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg ist aller Unmut vergessen. Und die Rückfahrt ist ein reines Vergnügen!

Die nächste Station ist das Staatsbad Steben – die letzte Bastion Bayerns – hier gibt es einen recht schönen Stellplatz direkt an der Therme. Mit der Wasserwelt und dem Wellness-Dom hat Bayern finanziell seine Muskeln spielen lassen, wir konnten nur schwer davon lassen und waren gleich zweimal dort. Doch auch der eine oder andere Spaziergang durch den großen Kurpark und weiter an Feldern entlang und über Wiesen durch wenig besiedelte Landschaft lässt die Seele baumeln. Besonders schön ist die Wanderung durch das Höllental. Dann plötzlich erreicht man durstig und des wanderns müde das historische Gebäude des Höllental-Sprudels, wo wir kostenlos das frische Quellwasser, das höllisch gut schmeckt, probieren können. Dass wir in Franken sind, wird uns spätestens bewusst, als wir bei der Anmeldung unser Kennzeichen angeben müssen. AIB – mit B wie Baula oder B wie Berda?

Doch weiter fahren wir nach Erfurt, eine hübsche mittelalterliche Stadt hat den Vorzug, dass sie im Krieg kaum zerstört wurde und so hat sie den Charme der kleinen Gassen und alten Brücken bewahrt und ist voller netter Biergärten und hinter jeder Ecke wartet die nächste Entdeckung.
Quartier hat unser OOROS Bus auf einem kleinen Stellplatz im Stadtbereich bezogen und mit der Tram sind es nur wenige Minuten zum Zentrum.

Somit haben wir das schöne Bayern verlassen und sind weiter auf unserem Weg Richtung Ostsee!

24 Mai 2018

Mit OOROS über Land unterwegs

Geschrieben von florian (Bad Aibling, Deutschland)

Seit 5 Wochen sind wir nunmehr wieder in unserer bayerischen Heimat. Wie geplant, haben wir uns gleich auf die Suche nach einem Campingbus begeben – mit Erfolg! Und um dem Motto „Out of Rosenheim“ treu zu bleiben, haben wir ihn natürlich OOROS getauft. Damit soll es im Verlauf der nächsten Wochen über Deutschlands Osten an die Ostsee gehen.

Wir wollen unsere Reiseberichte, die ja im letzten Jahr ins Stocken geraten sind, wieder weiterführen und in unregelmäßigen Abständen über Land und Leute, Erlebnisse, Sehenswürdigkeiten und den Fortgang der Reise berichten.

Jetzt müssen wir etwas umdenken – wir sind nicht mehr von Wind, Wellen und einem sicheren Ankerplatz abhängig, sondern können einfach fast überall stehenbleiben und müssen uns keine Gedanken machen, ob der Anker oder die Leinen im Hafen das Schiff noch sicher halten. Sicher sind wir nun mit weniger Freiheit unterwegs, sind aber auf der anderen Seite wetterunabhängig.

Auch der Voreigner der OOROS war nach dem Verkauf des Schiffes mit dem Campingbus unterwegs und war ganz glücklich mit seiner „Landyacht“.

Auf unserem Seeweg nach Süden entlang an Europas Küsten ist immer wieder der Wunsch aufgetaucht, diese Küstenlinien und Städte nicht nur vom Wasser aus zu sehen, sondern auch das Land dahinter erkunden zu können. Jetzt sind wir mit E-Bikes und Campingbus bestens dafür gerüstet!

22 Dez 2017

Frohe Weihnachten!

Geschrieben von eva

Wir wünschen allen ein geruhsames und schönes Weihnachtsfest!

Wie Ihr ja bestimmt schon gemerkt habt, werden unsere Einträge immer seltener. Der Grund hierfür ist die derzeitige Reisepause und diese Seite ist ja eigentlich dazu gedacht, Euch auf unsere Reisen mitzunehmen. Das heißt aber nicht, dass es keine Einträge mehr gibt, denn immer nur an einem Fleck zu sitzen liegt uns dann noch nicht so ganz. Also werden wir uns – so zumindest der Plan – im Frühjahr nach einem Campingbus umschauen und damit durch Europa reisen. Dann gibt’s auch wieder viel zu berichten!

Bis dahin wünschen wir Euch einen guten Start in ein gesundes, glückliches und erlebnisreiches Jahr 2018!

Liebe Grüße

Eva & Florian

7 Sep 2017

Teneriffa

Geschrieben von florian (Teneriffa)

Seit 4 Monaten sind wir jetzt auf Teneriffa. In dieser Zeit war 3 mal unser Balkon richtig nass vom Regen – trotzdem ist die Vegetation hier nicht verdorrt. Das liegt an den Wolken, die sich immer wieder in den Höhenlagen bilden und im Verbund mit der kanarischen Kiefer und dem Untergrund aus Vulkanstein für ausreichend Feuchtigkeit auch in den tieferen Lagen sorgen.

Das ausgeglichene Klima und die geringen Temperaturschwankungen machen das Leben hier meist sehr angenehm. Einzig wenn der Calima kommt, ändert sich das auf drastische Weise für eine Anzahl von Tagen. Der heiße Wüstenwind aus der Sahara hat Sand im Gepäck. Man fühlt sich dann bei bis zu 40 Grad wie im Backofen während das Umluftgebläse Sand verteilt. Der Mund ist trocken und nicht nur die Autos haben einen Streuselbelag aus Sand.

Die Wohnungsfrage haben wir schneller gelöst als gedacht, 200 m über dem Meer liegt unsere Ferienwohnung und
der Blick ist wieder ähnlich wie auf der Ooros – er geht auf das „Große Blau“ und auf die Küstenlandschaft.

Während wir auf der Finca von Freunden wöchentlich bei der Ernte helfen und erst Kaffeebohnen, jetzt Oliven und nächste Woche Weintrauben ernten, musste ich mich mit meiner Gesundheit beschäftigen. Nach einem Black Out wurde ich mit Tatütata in die Uniklinik befördert und ohne Befund um 3 Uhr früh wieder entlassen. Seither sind wir auf der Suche nach der Ursache. Stress im Berufsleben scheidet ja wohl aus.

Ach ja, Eva’s Freundin Silvia hat uns 5 Tage auf Trab gehalten. Ist sie doch mit dem festen Vorsatz gekommen, in 5 Tagen die ganze Insel kennenzulernen. Trotzdem wir gefühlt 5 mal um die Insel gefahren sind, hat sie es wohl nicht ganz geschafft. Wir haben vor 4 Jahren mit dem Schiff schon ein Jahr hier verbracht und entdecken, wenn wir wollen, jeden Tag etwas neues. Neu war uns aber die längste Vulkanhöhle Europas – leider sind nur 250 m von 18 km für die Öffentlichkeit zugänglich. Wir sind schon durch einige Vulkanhöhlen gewandert, aber die Erklärung der sympathischen Schweizerin war phänomenal. Die 5 Tage sind viel zu schnell vergangen und der Abschied war für uns alle sehr traurig.

Darüberhinaus gibt es viele Feste. Immer wieder sehen wir nachts irgendwo an den Hängen in einem Dorf ein Feuerwerk.
Sonst werden traditionell Ziegen im Meer gewaschen oder mit unglaublicher Mühe und Engagement Sandbilder in historischen Gassen gestaltet, um anschließend bei einer Prozession wieder zertreten zu werden. Ein Symbol für die Vergänglichkeit nicht nur alles Schönen.

Gestern Abend sind wir zur Vollmondwanderung mit einem Picknick und Wanderausrüstung in den Teide National Park hochgefahren. Das fahle Mondlicht hat die schon bei Tage atemberaubende Landschaft in eine Märchen- und Feenwelt verwandelt. Mutterseelenalleine haben wir uns dann auf dem Rückweg auch noch verlaufen, aber dank GPS und Wanderkarte auf dem Handy dann doch wieder das Auto gefunden.

Die nicht sehr geschätzten Festlandspanier, die die Insel während der Sommermonate bevölkern, sind wieder weg. So etwas wie herbstliche Ruhe hat sich ausgebreitet. Und die Nordeuropäer, die auf der Flucht vor Regen, Schnee und Nebel sind, sind noch nicht da. Bestimmt eine gute Zeit!

20 Mai 2017

Über den Atlantik nach Teneriffa

Geschrieben von florian (La Matanza, Teneriffa)

Schon vor dem Frühstück in Sevilla brausen wir los. Vergangenen Abend haben wir zufällig beim Hendlbrater die Nachrichten gesehen. Dort war von Dauerregen und überschwemmten Strassen in Huelva die Rede. Doch alles läuft gut – das Auto bekommt einen Stellplatz im Schiffsbauch und wir wenig später eine Kabine. Die Bedingungen auf See könnten nicht besser sein und so genießen wir den Blick auf das große Blau und träumen von solchen Bedingungen beim Segeln. Nacheinander sehen wir dann auch noch den Blas von Walen, Dephine und fliegende Fische. Das Buffetrestaurant und die gut aussehende Animationstruppe versorgen uns mit solider Hausmannskost auch beim Showact. Am darauffolgenden Tag beginnt das Inselhopping. Ab dem frühen Nachmittag laufen wir erst Lanzarote, Gran Canaria beim letzten Licht und schließlich kurz vor 2.00 Uhr nachts Teneriffa an. Nach einer kurzen Autofahrt in den Inselnorden begrüßen uns die Eltern unseres Vermieters.

Die kleine Wohnung übertrifft unsere Erwartungen bei weitem. Nicht nur der herrliche Blick auf das Meer und Nordküste, auch die edle Ledercouch, die komplette Küche und die Topstereoanlage geben uns schnell das Gefühl, heimisch zu sein. Selbst eine Espressomaschine und ein Blender komplettieren die Ausstattung. Wir ergänzen nur noch einen Liegestuhl und einen Brotbackautomaten.

Sozial haben wir das Gefühl schon recht gut integriert zu sein. Die Gemeinschaft der ehemaligen Segler, die wir vor mehr als 3 Jahren kennenlernten, gibt es noch. Zu den verschiedenen Aktivitäten gehört neben dem sonntäglichen Wandern mit Guachinchen Besuch (eine Art Buschenschänke) auch das Pádel spielen – eine Mischung zwischen Tennis und Squash mit kurzem Schläger. Hier nehmen wir sogar Trainerstunden, damit wir mit den anderen halbwegs mithalten können.

Wie magisch hat die hochalpine Teide Region (2.100m – 3.700m) uns zu einem ersten Ausflug eingeladen und siehe da: bei einer Wanderung haben wir auch gleich die ersten blühenden Tajinasten gesehen. Man kann auch nicht anders, als diese in wüstenhafter Landschaft mannshoch stehende Blütensäule zu bestaunen.

Inzwischen beschäftigt uns mehr und mehr die Frage, wie es wohnungstechnisch weitergeht. Denn dauerhaft können wir in der jetzigen Wohnung nicht bleiben. Aber Lage und Blick gefallen uns sehr….

Viel Freude beim Betrachten der Bilder!

28 Apr 2017

Quer durch Spanien

Geschrieben von eva (Sevilla, Spanien)

Unser Weg führt uns von Burgos nach Ávila, der Heimatstadt der Teresa von Ávila, 1515 hier geboren. Sie gilt als die größte christliche Mystikerin und wird vor allem auch hier in der Stadt sehr verehrt. Uns fasziniert die Stadt durch ihren mittelalterlichen Flair und die durchgehende Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert. Wir wohnen in einem Stadtpalais direkt an der Kathedrale – und stellen fest, dass dies die günstigste Hotelunterkunft unserer Reise ist! Verkehrte Welt! Wir genießen die Stadt, unternehmen auch Wanderungen in die Umgebung und fühlen uns einfach wohl. Trotzdem geht es nach ein paar Tagen wieder weiter. Trujillo steht auf dem Plan, eine sehr kleine, ebenfalls mittelalterlich wirkende Stadt mit gerade mal 10.000 Einwohnern.

Da wir noch zu früh für das Hotel sind, lassen wir uns auf der Fahrt von dem Hinweisschild „Cuevas de las Aguila“ leiten. Ich bin zuerst etwas skeptisch, ob sich der Abstecher denn wirklich lohnt, doch schon bald bin ich eines Besseren belehrt und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn diese wunderschöne Tropfsteinhöhle hätte ich hier absolut nicht erwartet.

Unsere Unterkunft in Trujillo hat Florian in einem kleinen Hotel gewählt, das gerade mal 5 Zimmer hat. In diesem Haus ist Francisco de Orellana geboren, der als erster Europäer den Amazonas befuhr. Der kleine Garten lädt uns ein, die Nachmittage dort zu verbringen. Eine Oase der Ruhe und es tut gut, den Geist mal etwas ruhen zu lassen. So schön auch all die Städte und Sehenswürdigkeiten sind, so angenehm ist es doch, mal einfach mehrere Stunden ohne neue Eindrücke zu verbringen.

Aber die Ruhephasen sind natürlich nicht von Dauer! Nach den erholsamen Tagen geht es weiter in Richtung Sevilla. Die Landschaft ändert sich ständig: manchmal grün und hügelig, dann wieder sehen wir knorrige Weinstöcke und Olivenbäume auf riesigen Anbauflächen, dann wieder ist es trocken und flach. Aber immer sind wir fasziniert von der Weite der Landschaft. Wir staunen über die großen Rinderherden, die auf riesigen, mit Steineichen bestandenen Weiden oftmals kaum auszumachen sind. Was für ein schönes Leben diese Tiere führen dürfen! Und überall sieht man Storchennester mit den sehr beschäftigten Störchen, die sich um diese Jahreszeit um den frisch geschlüpften Nachwuchs kümmern. Fast jedes alte Gebäude in den Städten und viele Strom- und sonstige Leitungsmasten werden als Standort von den imposanten Vögel ausgewählt. Allerdings bleibt immer ein Altvogel im Nest, um den Nachwuchs vor den vielen Greifvögeln zu schützen. Auf unserer Fahrt sehen wir einen Schwarm großer Vögel über der Autobahn kreisen. Bei genauerem Hinsehen stellen wir fest, dass auch links und rechts auf den Felsen neben der Straße einige dieser Tiere sitzen und staunen nicht schlecht als wir feststellen, dass es sich um Gänsegeier handelt! Worauf genau die warten wissen wir nicht und wollen wir vielleicht auch gar nicht wissen. Wir lassen sie hinter uns und weiter geht die Fahrt.

In Sevilla haben wir ein Hotel am Stadtrand gebucht. Die Einfahrt in die Tiefgarage gestaltet sich schwierig, da hier alles wirklich sehr sehr eng ist und nach langem Rangieren stehen wir endlich auf dem Platz. Zum Glück bietet das Hotel Fahrten mit dem hoteleigenen Bus ins Zentrum der Stadt an – das Auto bleibt bis zur Abfahrt am Samstag stehen.

Sevilla zeige ich Euch hier nicht mit Worten, sondern mit Bildern!

Morgen schon geht es mit der Fähre nach Teneriffa, wir freuen uns schon auf die Fahrt – eineinhalb Tage werden wir mit dem Schiff unterwegs sein und wir sind gespannt auf die „Minikreuzfahrt“!

14 Apr 2017

Im Baskenland

Geschrieben von florian (Burgos, Spanien)

Ein Meeresarm teilt das spanische Hondarribia vom französischen Hendaye, aber kleine Personenfähren verbinden die Städte fast im Minutentakt. Bei einem Ausflug bestaunen wir die lange Promenade, die sich am breiten Sandstrand hinzieht, bis wir schließlich weit oberhalb des gischtenden Meeres durch liebliche, frühlingshafte Wiesen auf der Steilküste wandern. Ausblicke auf Schafherden und ein Schloß wie aus der Fernsehromanze runden das kitschige Bild ab. Unser Hotel liegt in der Fußgängerzone und jeden Abend ist unter dem Fenster der Bär los – alle 10 Meter eine Bar, die außer dem Üblichen die im Baskenland typischen Pintxos – Pintschos gesprochen – servieren. Zumeist handelt es sich um kleine Brötchen, die mit allem belegt sein können, was die Küche hergibt und in Kombination und Zusammenstellung wetteifern die Bars um die besten Rezepte. Bis spät in die Nacht wird gegessen und getrunken und wenn’s dann schließlich reicht, gehen wir ins Zimmer und sind froh, die schalldichten Fenster zu schließen, denn morgen erwartet uns Bilbao.

An der Küstenstraße entlang liegt eine Fischerkapelle, die über einen schmalen in den Fels gehauenen Weg entdeckt werden will. Leider aber sind mit uns zehntausend Spanier an diesem Sonntag auf dem selben Weg. Wetter und Szenerie aber könnten nicht schöner sein. Richtig bewusst wird uns das, als vom Meer kommend plötzlich dichte Nebel alles verhüllen. Aber da befinden wir uns schon auf dem Rückweg.

In Bilbao empfängt uns unser Hotel in bester Lage und mit gediegenem Ambiente. Inzwischen haben wir uns von 1,40 m Betten hochgekämpft auf angenehme 1,80 m. Der Grund: der Preis wird günstiger, je weiter wir in den Süden fahren. Noch am selben Abend lockt uns das Guggenheim-Museum. Seine Titankacheln schimmern im Abendlicht. Überhaupt ist Bilbao ein Leckerbissen für Designfreunde. Ausgefallene Bauten und Brücken und die Möglichkeit mit der Metro bis an den Strand zu fahren machen die Stadt zu einem lohnenden Ziel.

Jetzt haben wir das bergige Hinterland von Bilbao durchquert. Die Berge sind sanften Hügeln gewichen und hinter endlos scheinenden Feldern ducken sich kleine Weiler. Eine Landschaft in warmen Brauntönen und frühsommerlichem Grün. Obwohl Burgos großstädtisch wirkt (schon Franco hat Industrie ansiedeln lassen), ist der Ortskern überschaubar und wird von einer wehrhaft wirkenden Kathedrale gewaltigen Ausmaßes beherrscht. Ein Fluß säumt die Altstadt. Ihn überspannen einige mittelalterliche Brücken. Pferd und Reiter sowie Eselskarren kann man sich hier gut vorstellen. Am Fluss entlang laufen kilometerlange Promenaden, von den Spaniern Paseo genannt, denn flanieren um zu sehen und gesehen zu werden ist äußerst wichtig.

Wenige Kilometer außerhalb von Burgos befindet sich das Karthäuserkloster Miraflores. Es ist nicht nur das Grab des spanischen Königs Johann II. und Isabella von Portugal, hier bewahren 20 Karthäusermönche ihr ausserordentliches Kulturgut. Die liebliche Ausstattung von höchster Güte, ohne überladen oder prunkvoll zu sein, findet seinesgleichen kaum. Hier mögen die Bilder meine Erklärung verkürzen.

Die Semana Santa ist in Spanien DAS Kirchenfest des Jahres. Fast täglich ziehen gegen Abend die berühmten Büßerprozessionen mit spitzen Mützen durch die Altstadt. Ergreifende Klänge und dumpfe Trommelschläge erfüllen am Abend die Altstadtgassen.

Wir wünschen Euch allen ein frohes Osterfest!

7 Apr 2017

Auf nach Spanien!

Geschrieben von eva (Hondarribia, Spanien)

Jeden Tag neue Eindrücke – ein Erlebnis, das manchmal auch recht anstrengend sein kann. Auf der anderen Seite findet sich immer ein Café, in dem man sich mal etwas ausruhen und einfach die Leute beobachten kann, die vorbeischlendern.

Die Fahrt von Lyon nach Bordeaux, diesmal eine längere Etappe, gestaltet sich sehr angenehm. Es ist Sonntag, die Autobahn ist leer und die Umgebung abwechslungsreich. Zum Hotel in Bordeaux brauchen wir laut Navi noch 3 Minuten, als eine Baustelle zu einer Umleitung führt. 15 Minuten und viele Nerven später (das Navi will ja immer zurück zur gesperrten Straße) kommen wir dann doch noch an.

Bordeaux besticht, ähnlich wie Lyon, durch supermoderne Viertel und eine historische Innenstadt. Ich kann mich immer nicht sattsehen an den meist gotischen Kirchen und Kathedralen, an denen man hoch über den Köpfen die ulkigsten Wasserspeier und sonstige Gestalten entdecken kann. Und auch den Tour Pey Berland müssen wir besteigen, damit wir einen schönen Überblick über die Stadt erhaschen können. Hinauf geht es ja noch gut in der ultraschmalen Wendeltreppe. Runter wird es dann schon schwieriger, da uns eine Schulklasse entgegenkommt und die winzigen Nischen bei weitem nicht ausreichen, um sich gegenseitig den Weg freizumachen. Also quetschen wir uns an der Innenseite der Wendeltreppe an den Schülern vorbei und haben unten einen Drehwurm!

An fast jeder Straßenbahnhaltestelle gibt es in Bordeaux eine Station, an der man sich ganz einfach Fahrräder ausleihen kann. Also fahren wir mit der Bahn bis zur letzten Haltestelle außerhalb Bordeauxs und von dort in einem großen Bogen durchs Grüne wieder zurück zum Hotel. Es tut gut, auch mal wieder so richtig in der Natur unterwegs zu sein.

Unser weiterer Weg führt uns nach St. Jean de Luz, einem kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach Spanien. Hier treffen wir das erste Mal wieder auf den Atlantik und ich kann meine Tränen nicht zurückhalten, der Abschied von unserem „früheren“ Leben ist mir wieder sehr nahe. Einen Strandspaziergang und eine Portion Moule frites, also Miesmuscheln mit Pommes, später ist alles wieder im Lot und wir fahren über die französische Grenze nach Hondarribia. Darüber beim nächsten Mal mehr!

31 Mrz 2017

Der Landweg

Geschrieben von florian (Lyon, Frankreich)

Die letzten Wochen zu Hause wurden dann doch etwas hektisch, letzte Treffen mit der Familie und Freunden, Arztbesuche, die Ferienwohnung entrümpeln und dabei für ein Jahr Kanaren planen… Eigentlich unmöglich und trotzdem haben wir schließlich alles dabei. Über Koffer und Taschen und auch noch einen Mixer und ein Reisedampfbügeleisen von Eva’s Mama. Alles zusammen macht den Laderaum unseres Kombis mit umgeklappter Rückbank bis zum Dach voll.

Dann ist der immer mehr ersehnte Tag der Abreise gekommen. An München vorbei lacht uns die Sonne, an den Bodensee und weiter Richtung Rapperswil, hier empfangen uns die schweizer Segelfreunde auf der Sonnenterrasse mit kühlem Bier und frischem Weißwein. Nach zwei sehr schönen Tagen fahren wir weiter nach Bulle. Hier wird immer noch, wie schon der Name vermuten lässt, monatlich der Bullenmarkt abgehalten. Ausflüge nach Fribourg und Montreux faszinieren uns – das eine romantisch und mittelalterlich, das andere ganz die mondäne Belle Epoque.

Gestern haben wir die Schweiz in Richtung Frankreich verlassen, jetzt ist die Lebenshaltung wieder günstiger. Der Hammer waren 4 Schweizer Franken für einen Espresso an der Autobahn!

Lyon ist eine quirlige Stadt mit über einer halben Million Einwohnern, hier gibt es viele alte Gassen durch die kaum ein Auto passt und Stadtviertel, wo auch unser Hotel liegt, in denen die Zukunft bereits Realität geworden scheint.

Doch zuerst schließen wir unseren Heimaturlaub verbunden mit unserem Dank an Familie und Freunde mit ein paar Bildern ab:

Begleitet uns also weiter trockenen Fußes bei den Erlebnissen der Ooros Crew, denn out of rosenheim sind wir ja weiterhin 😉

23 Feb 2017

Kaum zu glauben…

Geschrieben von eva (Bad Aibling, Bayern)

…aber inzwischen sind wir seit fast 3 Wochen wieder in Bayern!

An die Temperaturen haben wir uns schon langsam wieder gewöhnt und der herzliche Empfang von Familie und Freunden wärmt uns das Herz, falls wir doch mal frieren sollten. Aber wir nutzen auch jeden sonnigen Tag, um Ausflüge zu unternehmen oder zumindest einen schönen Spaziergang zu machen.

So langsam komme ich auch ganz hier an. Der Abschied vom Schiff liegt jetzt doch schon einige Wochen zurück und der Blick auf das was vor uns liegt lässt mich den Abschiedsschmerz fast vergessen. Es ging ja doch etwas schnell mit dem Verkauf, aber mit dem Gedanken, unsere Lebensplanung zu ändern, hatten wir uns ja schon einige Zeit getragen. Dass sich dann doch so schnell ein Käufer findet hat uns fast überrollt. Dank Dietmar von der MaunaLoa (die ihr schönes Schiff übrigens auch verkaufen wollen – bei Interesse geben wir gerne die Adresse weiter) ist der Kontakt zu Bernhard zustande gekommen, der ja inzwischen mit der OOROS, die jetzt ZULUMBUS heißt, unterwegs ist (und deren Weg unter www.zulumbus.itakka.at mitverfolgt werden kann).

Aber es geht bei uns ja auch spannend weiter: wir wollen mit dem Auto nach Südspanien fahren und von dort mit der Fähre nach Teneriffa übersetzen. Doch bis dahin vergehen noch einige Wochen und es gibt erstmal ein paar Bilder aus Winterdeutschland 🙂

  • Logbuch-Suche

    oder
  • Logbuch-Archiv